Dr. Metin TULGA
0 535 641 76 26
ALMANCA

ATEMNOT und ASTHMA :

 

Die Hauptfunktion des Kardiovaskularen Systems und der Atmung besteht darin, alle Körpergewebe zu jeder Zeit, mit einer dem Bedarf entsprechender Menge arterialisierten Blutes zu versorgen.

Venöses Blut wird aus dem Gewebe in die Alveolargefässe der Lunge geleitet. und in der Lunge arterilisiert, nimmt aus der Alveolaerluft Saurstoff auf und gibt das Kohlendioksid in  die Bronchien  ab.

Arterilisiertes Blut wird, dem Bedarf entsprechend, in die verschiedenen Körpergewebe verteilt  und versorgt das Gewebe mit Sauerstoff.

Atemnot ist  dieFolge der Behinderung des Lufteintritts in die Lunge dadurch erfolgt unzureichende Sauerstoffaufnahme  Bei gesundem Menschen kommt es bei niedrigem Sauerstoffpartieldruck zu einer Atemnot .

Zahlreiche Krankheiten können Atemnot verursachen

 

Blutkrankheiten (eisenmangel Anemie....)

Lungentuberkulose (Pleuritis exsudativa, ganglion perforationen in den Bronchien, Miliare tuberkülose)

Atelektasien (Tumor Verschluss der Trachea und Hauptbronchien)

Pneumothoraks oder kollabierende Lunge.

Herz Erkrankungen ( Asthma cardiale und Lungenödem)

Diffusse interstitiel Lungenerkrankungen,

Fremdekörper Aspirationen in der Trachea und Bronchien

Störungen des Atemzentrums, KOAH und Lungenamphysem usw.

 

Unter ASTHMA BRONCHİALE werden vorübergehende, sich meist wiederholende Zustände und Anfälle der ATEMNOT verstanden, die durch Ventilationsbehinderungen im Bronchialsystem entstehen. Es handelt sich also um multiple funktionelle Bronchialstenosen

Auswirkungen.

Dem Asthma Bronchiale liegen Obstruktionen in vielen kleinen Bronchien und Bronchiolen zugrunde die in den verschiedenen Lungenabschnitten ungeichmässig verteilt und im Ausmass unterschiedlich ausgebildet sind.

 Das klinische Bild eines Asthmaanfalls ist durch plötzlich einsetzende Atemnot, verlängertes und erschwertes, sowie pfeifendes Expirium und Tachykardie, charakterisiert.

Im Anfall zeigen sich bronchoskopische Hiperaemie  und ödematöse Anschwellung der Bronchialschleimhaut, Viskoses die meistens an der Bronchialwand anhaften und vermehrtes schleimiges Sekret und spastische, anüsformig verengte Faltenbildungen zeigen.

Dadurch kommt es zu Verengung der Segment und Lappenbronchien sowie Tonusverlust der kleinsten Bronchiolen .  

Bei Expirium  ist ventilartiger Verschluss der Ostien zu sehen., welche unter lokaler Betäubung durchgeführter Bronchoskopie, besser erkennbar sind.

 

ASTHMA VARIANTEN :

1)Allergisches Asthma (sofort Typ):

  Wenn ein Allergiker für ein Allergen exponiert wird, kann innerhalb weniger Minuten oder   

Stunden eine entsprechende allergische Reaktion auftreten (Freisetzung  des Histamins durch Mastzellen)

 

2) Allergisches Asthma (Spaettyp):

 Allergische Reaktion kann aber nach Tagen (18-48 Std.) auttretten .

 Auslösende Elemente sind Antigen-Praesentierende Zellen und Makrophagen)

 

3) İnfekt Asthma

 

4) Psikosomatisches Asthma (Emotionel Asthma)

 

5) İrritatives Asthma

 

Allergische Asthma

 

Hausstaubmilbe:

 

Die häufigsten Auslöser für allergisches Asthma ist die Hausstaubmilbe (Dermatofagoiden).

Sie leben auf der menschlichen oder tierischen Haut und ernähren sich von den Schuppenteilchen der Haut, deshalb findet man sie überall wo Menschen sind.

Häufig findet man sie auch in Betten, in Bettwäsche, in der Kleidung, in Matrazen, Kopfkissen, aber auch selten in Teppichen und Möbel.

 

Pollen (Gräser, Roggen, Beifluss, Birke, Haselnuss usw.)

 

Die Pollenoberfläche ist biologisch so ausgestattet, dass sie möglichst sicher anklebt oder anhaftet, weil der Pollen in einer Umgebung keimen muss.Auf seiner klebrigen Oberfläche sind alle möglichen Stoffe vorhanden, z.B. Eiweiss DNA, Schwermetalle aus der Luft  etc.

Pollen aus sehr umweltbelasteten Gegenden haben eine potenzierte allergische Wirkung,gegenüber Pollen aus reiner Hochgebirgeumgebung.

 

Tierhaare (  am häufigsten, Katze, Hund und Pferd )

 

Schimmelpilze ( Alternia,clostosporum,Pencillatum): 

An manchen Orten sind sie das ganze Jahr vorhanden.Erde ( Mutterboden )kann erorme Mengen von Schimmelpilzen enthalten. Bei mildem Frühlingswetter tretten in der Aussenluft Schimmelsporen auf. Im  Frühling, im Sommers ganz besonders aber im Spätsommer und im Herbst kann der Sporengehalt der Luft extrem hoch sein.

Diagnostik:

1) Anemnese:

Atopie in der Familie, trockener Reizhusten und Dyspnoe ( bei erschwerter Atmung ist überwiegend dıe  Exspiration verlängert )

Meist ist ein deutlicher exspiratorischer Stridor zu hören.

Auskultatorisch hört man ein Giemen  Pfeifen und Brummen. Bei schweren Anfaellen hört man ein   Atemgeräusch fast nicht.

 

 

2) Jede Allergene besitzt bestimmte Eigenschaften:

 

Die Polen Flugzeit ist z.B für jede Pflanze unterschiedlich. Hausstaubmilben leben und vermehren sich in milder und feuchter Jahreszeite und Orten. Im Frühling und im Herbst kann man Asthma Anfälle infolge Hausstaubmilbenallergie sehr häufig beobachten.

3) Nasen und Rachen Beschwerden:

Es stellt hiperaemische ve ödematöse Nasenschleimhaut und hipertrofische Konka  fest.

 

Diagnostische Untersuchungen:

 

 

1)    Klinische Untersuchungen (Nasen, Rachen, Lunge und Herz )

 

2)    Allergische Hauttests

      Für die Ausführung eines Hauttests mit Hilfe eines bestimmten Lanset  macht man kurze oberflaechliche Kratzer  auf die Haut der Innerenseite des Unterarms. Auf jeden Kratzer tropft man verschiedene Allergene als Extrakte ein.

   

     Hat der Patient den spezifischen Antikörper gegen das allergen in seiner Haut, so entsteht innerhalb von 15 bis 20 Minuten eine positive Reaktion.

 

 

Manche Allergenextrakte müssen in die Haut eingespritztwerden.

Bei dieser Methode wird eine winzige Extraktmenge unter die oberste Schicht der Haut injiziert, so dass eine kleine Quaddel, etwa von einem Durchmesser von 3 mm, entsteht.

Der Arzt vergleicht diese Reaktion mit dem Kontroltest die in die Haut vinzige Histaminlösunen injiziert, 

 

      3)  Immunspezifische Untersuchungen

      (IgA im Sputun,Spesifische IgE jenach Prique Test Ergebnisse)

 

4)      Blut Untersuchungen (Lleucozytenzahl, Lenfosit % Monozyt % Eosinophylie,Granülozyt %) CRP,ASO

 

 

Pathogenese und Immunologie:

 

Überempfindlichkeitsreaktionen gehen von normalen adaptiven Immunanworten aus und ihre Entstehungsmechanismen sind abhängig von immunologischen Gedächnis für

 ein bestimmtes Antigen .

Unmittelbar nach Antigenkontakt einsetzende Überempfindlichkeitreaktionen,  werden duch spezifische Antikörper, die sich an die Oberfläche von Mastzellen oder basophilen Granulozyten fixieren, vermittelt.

 

Die Antigenbindung durch das membranständige IgE löst eine rasche  Degranülisierung dieser Zellen und Freisetzung pharmakolischer Entzündungmediatoren aus  Allergi., Typ I Anaphylaktische, atopische Reaktion. Ig E befinden sich in den Plasmazellen des Atmungssystems, besitzt Affinitaet zur Membran von Mastzellen und Blutbasophylen .

Das Ig E Molekül wird Mittels seines Fe Anteils, an eine Rezeptörstelle auf der Zellmembran gebunden, während die 2.. Fe Fab-Anteil, welche Erkennung der Antigens verantwortlich sind, freibleiben .

Da Mastzellen und basophilie Granulozyten in Nachbarschaft von Epidermis und Schleimhaut der gesamten Luftröhre zahlreich sind, spielen sich atopische Reaktionen ab.

Die erste sofort einsetzende Entzündungsphase  führt oft zu einer lokalen Ansammlung vonZellen, die  für das weiterbestehen der entzündlichen Reaktion ermöglichen  einige Stunden verzögerte Auftreten weiterer klinischer Symptome, verantwortlich ist. Ein Beispiel dafür ist die Spätphasenreaktion.

Medikamentöse Beeinflussbarkeit dieser Reaktion ist die Natriumsalz Cromoglicinsaeure, welche sowohl die Sofort, als auch spätphasenreaktion hemmt.

Die Sofortreaktıon wird durch  Histamin und andere Inhaltsstoffe der  Granula verursacht und die Spätphasenreaktion durch Prostaglandine und Leucotriene verursacht.

 

Luftverschmutzungen durch Schwefeldioksit, Stickstoffoksit, Dieselabgase, und Flugasche kann zur Permeabilitaet, Störung der Schleimhäute und zum erleichterten Eintritt von Antigenen führen, damit wird eine Sensibilisierung im Sinne der verstärkten Bildung von IgE-Antikörpern erleichtert.

Luftverunreinigung kann daher zum Anstieg allergischer Krankheiten beitragen.

Der Effekt des Zigarettenrauchens scheint von der Intensitaet des Tabakkonsums abzuhaengen..leichtes Rauchen erhöht die IgE Production,schwereRauchen weisen erniedrigte IgE-Spiegel auf.Particulaere Bestantteile vonDieselabgasen können die Bildung von IgE kraeftig stimulieren.

Virale İnfekte der Luftwege können negative Wirkungen haben,  wie Substanzen und Partikeln, die unsere Atemluft verunreinigen.

Ein grosses Problem der Allergiediagnose besteht darin, dass die Allergiker nicht nur gegen ein Allergen reagieren können, sondern gegen mehrere.

Auch Kombinationen verschiedener Allergene  lösen eine Reaktion aus.

 

S e m p t o m a t i s c h e   B e h a n d l u n g:

 

Die Behandlung des Asthmaanfalls:


 Adrenalin und dessen Abkömmlinge, einschliesslich Dosier Aerosol, sollten nicht mehr eingesetzt werden.

Lokale Kortikosteroide durch Dosieraerosol kommen ebenfalls nicht in Frage, weil das ertschwerte Inspirium des genannten Mittel kaum in die Peripherie der kleinen Bronchien erreichen kann.

 

In lebensbedrohlichen Stiutationen kann  man die parenterale Kortikosteroiden verwenden. Die Paranterale Abgabe von Xanthinderivate bringt eine rasche Besserung, bei einem schweren Anfall ist sie nicht ungefährlich, da die Patienten meistens an erheblichem Sauerstoffmangel leiden.

Es wurde bewiesen,dass ein Zusatz von Aminophyllin zur Perfusionslösung beim isolierten Herzpräperat die Frequenz und Amplitute der Herzkontraktionen im gleichen Ausmass erhöht, wie Adrenalin.

Ausserdem ist die Intravenöze Aminophylline Behandlung bei Emphysematikern mit Hyperkapnie, mit einem erheblichen Abfall des Sauerstoff Partieldruckes verbunden.

Man sollte deshalb Xanthinderivate erst dann und langsam injizieren, wenn die Hypoxaemie wenigstens durch Sauerstoffinhalationen behoben wurde.

Kortikosteroide gehören zum wichtigsten Teil der Behandlung eines Asthmaanfalls.Ihre Wirksamkeit beruht auf dem antiexsudativen Einfluss auf die Schleimhautödeme.Sie haben aber keinen direkten Einfluss auf Bronchospasmus und Sekretolyse und sind also nur ein Teil der Behandlung. Neben medikamentöser Behandlung kann man die Endobronchiale Behandlung ünd Überdruckinhalationen als aktive Massnahmen einsetzen.

 

Desensibilisierungsbehandlung :

 

Die Desinsibilisierungsbehandlung ist eine wichtige, kausale Behandlung des allergischen Asthmabronchiale.

Nach unseren 4o jährigen  Erfahrungen war diese Behandlung   die Erfolgsreichste.

Nach ausführlichen Allergischen Hauttestungen   beginnt  man die Behandlung mit einer kleinen Dosis eines sehr stark verdünnten Allergenexstraktes.

In ein bis zwei Wochen Abständen wird die Dosis  almählich gesteigert bis zur höchsten Dosis erreichen  die der Patient gut tolerieren kann ohne dass nennenswerte Reaktionen auftritt.

Die blockierenden Antikörper(Ig4) die bei der Hyposensinilisierungs Behandlung produziert werden,können die(IgE-Antikörpern blockiert und dadurch kommt die therapeudische Wirkung der Desensibilisierung zustaende. 

Nach einer langsam und allmählich steigender Dosis sollte innerhalb einiger Monate die angemessene Dauertherapie erreicht werden

Die höchste Dosis Dauertherapie  soll mindestens 2 Jahre in bestimmten Abständen verabreicht werden.

Welche Dosis  sich als Dauerdosis eignet ist individuell ganz verschieden.

 

Der Patient muss nach jeder İnjektion für mindestens 30 Minuten unter Aufsicht der Arztes bleiben und  innerhalb der nächsten 3 Std telefonisch erreichbar sein.

.

Dr.Metin Tulga.24.01.2007

 

 

Deutsch Sprachige Venoffertlichungen

 

................................................................................................. 

1)Stenokardische Beschwerden Mat med.Nordm.25(1973)233

2)Klinische Erfahrungen mit Tetracosactid bei Behandlung der asthma bronchiale Therapiewoche 25/197   

3)Blutgase und Saeure basen Status waehrend der            brochologichen Untersuchungen in Lokalanesthrsie und  Allgemein oder Kombinationsnarkose Prax der Pneumologie 28/1974

4)Endobronchiale Behandlung Prax. Pneumoll.28/1974      

5)Endobronchiale Behandlung und Überdruckinhalationen mit OZOTHİN therapiewoche 25/1975 5074-5079

6)Bronchographie:Das Verhalten Blutgase und SaeureBasen  Status in der Lokalanaesthesie oder Allgemeinnarkose Prax.Pneumol.29/1975

7)Die İntensivbehandlung des Status  asthmaticus.Prax.Pneumol.1976/30,177-181.

8)Pneumomediastinum infolge alveolarruptur waehrend der Überdruckbehandlung der Status asthmaticus.Prax.Pneumol.30/1976        

9)Differentialdiagnostische Bedeutung des psicovegetativen   Syndrom beim Asthma bronciale

10)Tagung der Deutschen Geselschaft für Allergie und Immunitaetsforschung 12-16 September 1990 Aachen-Allergologie 8/13 August 1990

 ENDEOBRONCHİALE BEHANOLLUNG UND ÜBBERDRUCKİNHALATİONEN MİT OZOTHİN

 Einleitung

Bei den chronischen obstruktiven Atemwegerkran­kungen(Türkçesi K O A H ) ist das Leitsymptom erhöhte Schleimproduk­tion (Hyperkrinie) und veränderte Zusammensetzung des Sekretes mit erhöhter Viskosität (Dyskrinie).

Der Bronchialschleim stammt aus den Becherzellen des Epithels und aus den unter der Tunica muscularis lie­genden sero-mukösen Drüsen. Das Sekret der mukö­sen Drüsen besteht aus sulfathaltigen Glukoproteinen, während die chemische Natur des Sekretes der serösen Drüsen, das nach Ansicht vieler Autoren die Viskosität des Schleimes herabsetzt [2, 6, 13], noch nicht ganz be­kannt ist.

Als Reaktion auf chronische Reizung (Virusbefall, Bakterientoxine, Tabakrauch, Luftverschmutzung) nehmen sowohl die Drüsen als auch die Becherzellen zu und es kommt zur Vermehrung der viskosen Schleim­produktion. Infolge Verlustes des Flimmerepithels, funktioneller Schädigung der Flimmertätigkeit sowie Dyskrinie wird der Sekrettransport total gestört, die Entzündung greift auf die Bronchien und sogar auf das Lungenparenchym über [4, 17].

Die Folge der Antigen-Antikörper-Reaktion in der Bronchialschleimhaut bei Asthma bronchiale ist ein Reizzustand der Bronchien (Hyperämie, viskose Se­kretvermehrung, Bronchokonstriktion).

Im tödlichen Status asthmaticus ist die Schleimverstop­fung der kleinen Bronchien und Bronchiolen der auffal­lende morphologische Befund.

Die Hauptaufgabe der Behandlung der obstruktiven Bronchialerkrankungen ist unter diesen Umständen, die Sekretproduktion zu normalisieren, die Viskosität des Sekretes herabzusetzen, die Atemwege von Ob­struktionen zu befreien, die Funktion der Cilien wie­derherzustellen und die Ausscheidung von überflüssi­gem Sekret zu ermöglichen [4, 5].

Ätherische öle wurden schon lange Zeit als Broncho-sekretolytika verwendet. Ein heute häufig verwendetes

Präparat, Ozothin®* - Oxydationsprodukte aus dem Oleum Terebinthinae „Landes" -, besitzt deutliche se-kretolytische und expektorationsfördernde Eigen­schaften [3, 11, 12, 15, 16, 21].

Iravani stellte unter einer parenteralen Behandlung mit Ozothin® bei chronisch obstruktiven Atemweger­krankungen eine deutliche Zunahme des Sputumvolu-mens und Abnahme der Viskosität fest, berichtete au­ßerdem, daß unter Einwirkung von Ozothin® in dem tracheobronchialen Epithel der Ratte die Frequenz der Flimmerbewegung und die Geschwindigkeit des Se­krettransportes stark zunahm [8].

Bauer konnte durch elektronenmikroskopische Unter­suchungen feststellen, daß das Oberflächenepithel der Bronchialschleimhaut nach Ozothin®-Behandlung in seiner Feinstruktur unverändert bleibt. Seine Untersu­chungen machen wahrscheinlich, daß nach der Ozo-thin®-Behandlung in besonderem Maß die serösen Bronchialdrüsenzellen im Sinne von Funktionssteige­rungen beeinflußt werden, während gleichzeitig die Mehrzahl der mukösen Drüsenzellen in einer prosekre­torischen Ruhephase verbleibt. Er vermutet, daß die klinisch nachgewiesene sekretolytische Wirkung des Ozothin® im Zusammenhang mit einer gesteigerten Sekretion speziell des serösen Bronchialdrüsenepithels zu sehen ist [2].

Über die endobronchiale Behandlung der obstruktiven Atemwegerkrankungen wurde von Barthel [1], Jahn [10] und von uns [20] ausführlich berichtet. Neben di­rekter Applikation der Medikamente durch das Bron­choskop bietet die Inhalation mit intermittierendem Überdruck eine große Möglichkeit, die Medikamente in die tieferen Luftwege zu bringen und die Sekretolyse zu steuern [18].

Methodik

Wir führten die endobronchiale Behandlung mit Ozo­thin® oder kombiniert mit Panthenol und einer Neomycin-Bacitracin-Kombination über zwei Jahre bei fast allen obstruktiven Atemwegerkrankungen durch. Wir verwenden bei der Bronchoskopie sowohl Allge­meinnarkose als auch Lokalanästhesie, ziehen aber bei Asthma bronchiale und bei schwerer respiratorischer Insuffizienz die Lokalanästhesie vor (Allgemeinnarko­se: Dr. Pekel, Leitender Anästhesist im St.-Josef-Krankenhaus, Wuppertal-Elberfeld). Über die Tech­nik der Anästhesie und der Bronchoskopie sowie über die endobronchiale Behandlung ist in einer früheren Arbeit ausführlich berichtet worden [20].

Nach der endobronchialen Behandlung mit Ozothin® wurden tägliche Ozothin® -Überdruckinhalationen (2mal täglich) durchgeführt. Dabei wurde jedesmal 2 ccm Lösung (mit einer Größenverteilung von 0,5 bis 5 Micron mit Hilfe des Draeger-Assistor R 640) verne­belt. Als Beatmungsdruck wurde individuell 10 bis 30 cm H20 verwendet mit einer Atemfrequenz ca. 12 bis 16/sec. Die spirometrische Volumenregistrierung wurde mit dem Spirometer der Fa. Hellige (Volumo-graph VI) vorgenommen, die funktionelle Residualka­pazität durch den Einbau eines Helium-Gasanalysators (Analyser UG 45) abgelesen. Die Entnahme des Kapil­larblutes erfolgte aus dem hyperämisierten Ohrläpp­chen. Das Kapillarblut wurde mit dem Combi-Analy-sator-Eschweiler analysiert (Technische Assistenz: Schwester Hülsmann).

Ergebnisse

1. Verträglichkeit

Wir beobachteten bei der endobronchialen Behandlung und bei Inhalationen mit intermittierendem Überdruck durch die Applikation von Ozothin® keine nennens­werten lokalen oder allgemeinen Unverträglichkeitser­scheinungen. Bei Asthma bronchiale müssen aber alle Behandlungsmaßnahmen für einen eventuellen Status asthmaticus zur Verfügung stehen. Wir verwendeten bei mehreren Asthma-Fällen die endobronchiale Behandlung und Inhalationen. Es wurde dabei nur ganz selten ein vorübergehender Bronchospasmus beobach­tet, welcher durch die Gabe eines Theophyllin-Mono-hydrat-Präparates i.v. völlig beseitigt werden konnte.

2. Therapeutischer Effekt

a) Klinisch: Nach einmaliger endobronchialer Behand­lung haben wir beobachtet, daß die Patienten eine ra­sche Besserung spürten. Durch die Verflüssigung des zähen Sekrets ermöglicht Ozothin® die vollständige Absaugung des Bronchialschleims und erleichtert an­schließend das Abhusten des Sekrets. Einige Stunden nach Bronchoskopie trat eine deutliche Zunahme des Sputums ein, welche sich noch tagelang fortsetzte. Durch die Uberdruckinhalationen erreicht man eine dauerhafte Besserung des Sekrettransportes.

Wir verwendeten besonders Überdruck über 30 cm H20 bei Patienten, die an starkem Bronchospasmus bis Status asthmaticus litten. Mit Hilfe der endobronchia­len Behandlung und Überdruckinhalationen konnten wir bei mehreren Asthmafällen den starken Broncho­spasmus und sogar Status asthmaticus beseitigen, was mit anderen Methoden und Maßnahmen - wie Korti­kosteroide oder Spasmolytika - nicht erreicht werden konnte.

h) Bronchoskopisch: Nach einmaliger endobronchialer Behandlung mit Ozothin® stellten wir fest, daß die stark gerötete Schleimhaut des Bronchialsystems deut­lich verblaßt ist und die Empfindlichkeit der Schleim­haut herabgesetzt wird.

Bei Asthma bronchiale und chronischer Bronchitis war eine bronchoskopische Differenzierung des Krank­heitsbildes sehr schwierig.

Meistens stand hierbei zäh-klebriger, an den Bron­chialwänden haftender Schleim, ödematöse Anschwel­lung der Schleimhaut und spastische Faltenbildung im Vordergrund. Die Infektionsbeteiligung und deren Stärkegrad spielten ebenfalls eine wichtige Rolle.

 

Das visköse Secret, welches mit der einfachen Methode nicht abgesaugt werden konnte, wurde nach Instillation und Spülung mit Ozothin® ohne Schwierigkeiten beseitigt. Die Sekretolyse wurde sogar endoskopisch beobachtet. Die spastische Faltenbildung konnte meistens nach der endobronchialen Behandlung nicht mehr nachgewiesen werden.

Tabelle 1    Spirogramm

     Vital-       Total-       Funk.             Resi-        AGW        Sek.
      kap.         kap.        Resi-dualk.   dual -vol                      k

1.a  2421      3499       1562              1078         50,1      1695
 b.   2034       3472       2062             1438         35,3      1031
 c.   2029       3428       1755             1399         39,8      1070

2.a  3284      4746       2119             1462         85,3       2299
   b. 1636      6273       4910             4637         18,9       436
   c. 2837      7092       5128             4255         21,9        600

3.a. 3609      4711      1824              1102        93,8       2526
   b. 3928      5017      1582              1091        52,3       1746
   c. 4037      5837      2400              1800        80,1       2573

4.a. 3772     5451      2433               1679       98,0        2640
   b. 1855     5728      4364               3874       21,2         409
   c. 2127      6819      5455               4691       22,2         518


5.a.4067     5309      2055               1242       105,7      2847
   b.3982     6219      3819               2237       55,9        1473
   c. 4582     6628      3709               2046       77,8         746


6.a.3646     4760      1843              1114         94,7       2552
  b.2875     4476       2496              1600         49,1      1085
  c.3218     4419        1964              1200         61,5      2509


7.a.3244    4688      2093             1444         84,3        2271
  b.2018    5946       4364             3928         18,6         682
  c.2373    5428       3709              3055         17,0         791


8.a.3950     5708     2548           1758          94,1       2765
 b. 3852     7161      3797            3309         58,2       1329
 c. 3987     8137      4665            4150         65,1        1519


9.a.3666    5298     2365          1632         95,3        2566
 b. 2946     6273     4146           3327         32,4         873
 c. 3164     6246     3818           3082         36,6         900

10.a3588    5185      2275         1557        93,2         2512
 b.   3055     5837      3273          2782      37,9         255
 c.   3355      ---           ---            ---           45,8        1364 

a = 6 Sollwert; b =vor Behandlung; c =nach Behandlung

 

 
>>> DUYURULAR <<<
HASTAŞARIMLA SOHBET
SEVGİLİ HASTALARIM,4 YILDIR MUAYENEHANEMİ BİR TÜRLÜ TEKRAR FAALİYETE GEÇİRMEYİ BAŞARAMAMIŞTIM..bU YIL MART SONUNDA DAİREMİ KİRALAMIŞ OLAN SA..
Devamı >
muayenehane
Sevgili hastalarım,, 31 Mart 2024 tarihinde kiracım muayenehaneyi boşaltırsa,Muayenehanemi tekrar açabilmek için çalışmalarıma başlayacağ..
Devamı >
muyenehanemın kapanması hakkında
Sevgılı hastalarım, 22 mayıs 2020 tarıhı ıtnden ıtıbaren muayenehanemızı kapatıyoruzç Tedavısı devam eden hastalara telefon veya maıl ıle..
Devamı >
muyenehanemın kapanması hakkında
Sevgılı hastalarım, 22 mayıs 2020 tarıhı ıtnden ıtıbaren muayenehanemızı kapatıyoruzç Tedavısı devam eden hastalara telefon veya maıl ıle..
Devamı >
Hastalarıma onemlı duyuru
SEVGILI HASTALARIM, SIZDEN ONEMLI BIR RICADA BULUNACAGIIM..'Muayenehanemde BRONCHOVAXOM veya ORALVAC ıle tedavı edılmıs veye halen ted..
Devamı >
YENİ KİTABIM"SOLUNUM YOLLARI İMMÜNOLOJİS..
Sevgili iokurlarım, Üzerınde uzun zamandır çalışmakta olduğum yeni kitabım"İmmünoloji prensipleri ve SOLONUM YOLLARI İMMÜNOLOJİSİ VE HAST..
Devamı >
TEŞEKKÜRLER TÜRKİYE
Aziz halkımıza binlerce teşekkürler.Ülkemizde hak hukuk ve kardeşlik pekiştirilirse,Dunyada kimse Türk milletinin kolunu bükmeyi deneyemez.İ..
Devamı >
BRONCHOVAXOM AŞISI VE KULLANIMI
BRONCHOVAXOM  aşıları:Büyüklrrde kullanılan aşı ,7 mgr çocuklarda kullanılan (8 yaş altı) 3.5 mgr olup 4 kutu 30 kapsül  olarak reçete edilm..
Devamı >
Hamilelerde Aşı ve ilaçların kullanılmas..
Hamilelerde bütün aşıların kullanılması kesilmeli,aşılar  aşıyı öneren, hekimin vereceği direktife göre doğum sonrasına ertelenmelidir. İlaç..
Devamı >
BRONCHOVAKSUM AŞISI
Bronchovaxom, bir bağışıklık aşısı olup  yutularak alınan kapsüller içinde kullanılır.Çocklar için yazılan kapsüller daha küçük olmasına rağ..
Devamı >